Donnerstag, 12. März 2009
Google Voice
Wo liegen heute die Grenzen der Überwachungstechnik? Die Frage lässt sich natürlich nicht klar beantworten. Klar ist aber, dass die Grenzen jedes Jahr ein weiteres Stück in den Horizont wandern. Und dass heute Überwachungsmöglichkeiten offen stehen, die vor wenigen Jahren noch ferne Utopie schienen. Wie zweischneidig die Technik ist, zeigt ein neuer Dienst von Google: Google Voice.
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Montag, 28. Januar 2008
Die Wiesbadener Detektei Kyritz stellt sich heute mit einer kurzen Pressemitteilung vor.
Sie arbeitet seit 1994 im Bereich der Privatermittlungen und der Wirtschaftsermittlungen und legt großen Wert auf Diskretion und Seriösität. Ihre Detektive zeichnen sich durch eine Ausbildung der Zentrale zur Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD) und / oder langjährige Berufsausbildungen aus anderen Bereichen aus.
Das Kundenspektrum reicht vom Bankgewerbe und Versicherungen über mittelständische und kleine Unternehmen bis hin zu Privatpersonen. Die Fälle bearbeiten erfahrene Berufsdetektive mit Stärken im wirtschaftlichen, juristischen und technischen Bereichen sowie fundierten Kenntnissen in Observationstechniken und Ermittlungsmethoden.
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Samstag, 12. Mai 2007
Knapp 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat die oberfränkische, ehemals für ihre Porzellanmanufaktur berühmte Kreisstadt Selb. Das Fernsehen aus Oberfranken, tvo, meldet nun innerhalb von zwei Wochen gleich zwei Vorfälle nach dem gleichen Strickmuster. Am 28.4.2007 erwischte die Marktleiterin einer Schlecker-Filiale einen 74-jähriger Rentner beim Versuch, ein Eau de Toilette für rund 12 Euro zu stehlen. Und zwei Wochen später ertappt der Detektiv eines Verbrauchermarkts eine 77-jährige Selberin beim Versuch, ein Deodorant zu stehlen. Spielt sich hier als besorgniserregende Konsequenz der lange ausgebliebenen Rentenerhöhungen die Bildung einer wohlriechenden Greisengang ab? berufsdetektive.com bleibt am Ball.
Mittwoch, 9. Mai 2007
Ein Ladendetektiv hinderte gestern Mittag in Lehrte einen 22-jährigen Mann daran, drei Flaschen Rum zu stehlen. Er konnte den sich heftig zur Wehr setzenden Dieb festhalten, bis die Polizei eintraf und ihn festnehmen konnte. Auch auf der Wache leistete der Mann heftigen Widerstand. Der polizeilich schon auffälllig gewordene Mann ist drogenkrank und wurde aus diesem Grunde schließlich zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Was der Ladendetektiv nicht wissen konnte: der Dieb von heute war einmal Weltmeister im Ringen. ( News vom 9.5.2007)
Dienstag, 8. Mai 2007
Die Hoppenstedt Kreditinformation GmbH bietet einen neuen Online-Dienst mit Auskünften über die ökonomische Lage von Unternehmen an. Der Dienst ist sowohl in Deutschland, als auch in Österreich verfügbar. Im Service enthalten sind neben der Wirtschaftsdatenbank auch Analysen und Ratings. So könne man sich über die Option QuickCheck sofort anzeigen lassen, ob die Lage eines Unternehmens bedenklich ist. Hoppenstedt-Chef Walter Bittdörfer zielt mit Flatrates von monatlich 111 EUR bzw. jährlich 999 EUR für Österreich noch für 2007 auf einen Marktanteil von 15 Prozent mit 2.000 Kunden. ( News vom 8.5.2007)
Montag, 7. Mai 2007
In einem Beitrag im Deutschlandradio berichtet Michael Naumann heute über die Ausbilding der Privatdetektive in Frankreich. Um dort als Detektiv zu arbeiten wird nämlich eine Lizenz benötigt, die nur mit einem speziellen akademischen Abschluss erhältlich ist. Die Ausbildung umfasst Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Jura, und natürlich die Theorie und Praxis des "Spionierens". Dies beinhaltet etwa:
- Informationsbeschafftung
- Informationsbewertung
- Schriftkunde
- Observation
- Kryptographie
Die Anzahl der Studienplätze ist allerdings sehr gering, nur die Universität Assas II in Melun bei Paris bietet das Studium an. Eingeschrieben sind sage und schreibe nur rund 20 Studierende. Zwar wäre die Nachfrage nach dem Studium weitaus größer, aber der Arbeitsmarkt würde eine größere Menge nach Ansicht des Institutsleiters Marc Gjidara nicht verkraften. Die Oberaufsicht über das Studium führt der Vizepräsident der französischen Detektiv-Union, Christian Borniche.
Die Notwendigkeit zum Studium ergibt sich aus neuen Anforderungen der französischen Regierung aus dem Jahr 2003. Es hätte unter den 3.000 Detekteien des Landes zuviele Hochstapler gegeben, die Pflicht zur sorgfältigen Ausbildung soll damit den Betrug in der Branche eindämmen. ( News vom 7.5.2007)
Montag, 7. Mai 2007
Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird eine seriöse Detektei einen illegalen Auftrag sicherlich ablehnen. Aber wer käme schon auf den Gedanken, ausgerechnet der Staat würde illegale Aufträge erteilen? Eine Hamburger Privat-Detektei muss nun diese Erfahrung mit der Hamburger Ausländerbehörde verdauen. Die Behörde im Bezirk Hamburg-Nord hegte offenbar starke Zweifel an der Rechtmäßigkeit der 1999 geschlossenen Ehe einer bosnischen Staatsbürgerin. Sie konnte der Bosnierin allerdings auf legale Weise nicht nachweisen, eine Scheinehe zu führen, und griff dann auf illegale Methoden zurück. Die Detektei führte im Auftrag der Behörde unter anderem eine verdeckte Videoüberwachung durch und ermittelte ein Bewegungsprofil per GPS-Peilsender.
Das Resultat dieses Vorgehens sind eine beschädigte Reputation von Stadt, Behörde, und Privatdetekteien, eine Rüge des Oberverwaltungsgerichts Hamburg und nicht zuletzt verschwendete Steuergelder. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Burkhardt Müller-Sönksen kritisierte im Hamburger Abendblatt das Vorgehen der Behörde scharf: "Das ist ein Überwachungswahn, der gegen Bürgerrechte und Verfassungsrechte verstößt". Der Bürgermeister solle dies zur Chefsache machen.
Sonntag, 6. Mai 2007
Ein österreichisches Unternehmen wollte seine Position in einem Prozess um die Folgen eines Arbeitsunfalls stärken und setzte hierfür eine Privatdetektivin auf den Arbeitnehmer an. Die Mitarbeiterin des Detektivbüros erweckte beim Arbeitnehmer den Eindruck, statistische Daten für eine öffentliche Institution zu erheben. Die Detektivin nutzte dafür ein Erhebungsblatt mit offiziellem Anschein. Nachdem dieser Vorfall bekannt wurde, will die österreichische Arbeiterkammer gegen solche Praktiken vorgehen. Sie warnt Arbeitnehmer in schwebenden Verfahren vor der Auskunft unbekannten Dritten gegenüber. ( News vom 5.5.2007)
Samstag, 21. April 2007
Die Emminger Hansen Security GmbH erwägt den Kauf des alten Schulhauses in Emmingen. Das Schulhaus könnte fortan zum einen als Fortbildungszentrum für das Unternehmen dienen, die unteren Räume würden langfristig als Jugendtreff bereitgestellt. Aufgrund der pädagogischen Kompetenz des Unternehmens sind auch weitere Nutzungsmöglichkeiten denkbar, wie etwa Sprachkurse für Deutsch als Fremdsprache, Volkshochschulkurse, EDV-Kurse für Senioren oder Selbstverteidungskurse für Jugendliche. Prokurist Jörg Huck erhofft sich dabei eine finanzielle Unterstützung aus Landesmitteln. Die Hansen-Security ging vor einem Jahr aus dem Zusammenschluss der AHK-Security mit der Detektei Hansen hervor. ( News vom 21.4.2007)
Samstag, 31. März 2007
Ein Würzburger Kaufhaus-Detektiv wurde am 30.3.2007 in einem Fall aktiv, der typischerweise eher in die Sphäre der Personenschützer oder Privatermittler fällt. Ein Würzburger schlug in einem Wutausbruch den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Flamme nieder. Dem Laden-Detektiv gelang es dann, den rasenden Mann bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.
Freitag, 30. März 2007
Im Rahmen der Sendereihe "Meine Herausforderung" berichtet der MDR am morgigen Samstag vom dienstältesten Kaufhaus-Detektiv Berlins, Peter Lenzner. Sein Überwachungsgebiet ist die größte Karstadt-Filiale Deutschlands, am Berliner Hermannplatz im Bezirk Neukölln. Er und seine drei Kollegen fassen im Durchschnitt fünf bis sechs Diebe pro Tag. Trotzdem liegt der jährliche Schaden durch Diebstahl bei etwa 1,5 Millionen Euro. Das wichtigste Werkzeug der Detektive stellen die 89 Überwachungskameras im Verkaufsbereich dar. Doch auch bei den Mitarbeitern halten die Kaufhausdetektive ihre Augen offen. Getreu dem Motto: "Gelegenheit macht Diebe" wären sonst auch hier größere Schäden zu befürchten. Die Sendung läuft zur frühen Stunde 07:20 Uhr im MDR.
Mittwoch, 28. März 2007
Ein Diebespärchen (26 und 33 Jahre) versuchte am Abend des 22.3.2007 in Dortmund einen Karton voller Zigaretten zu stehlen. Als der Ladendetektiv sie am Ausgang ansprach, hielt der 33-jährige Mann dem Detektiv eine Pistole an die Schläfe. Der Ladendetektiv reagierte besonnen und sprach auf die Täter ein, er wies dabei auf die gegenüberliegende Polizeiwache. Dort wurden denn auch zwei Beamtinnen aufmerksam und konnten das Duo stellen. Die Pistole stellte sich als Plastikpistole heraus. ( PM vom 22.3.2007)
Mittwoch, 21. März 2007
Über die Zweischneidigkeit moderner Überwachungstechnik berichtet der Autor Korrupt im Underground-Blog gulli.com. Der Pakistanische Geheimdienst ISI sei nach dem 11. September durch die westlichen Partner technisch aufgerüstet worden. Die moderne Technik habe denn auch zu Erfolgen gegen die Al-Qaida geführt. Allerdings habe sie seit 2002 ebenfalls zum sogenannten "Verschwinden" von mindestens 400 unbescholtenen, aber dem Regime unliebsamen Bürgern beigetragen.
Der Artikel gibt auch ein Beispiel für die erschreckende Leistungsfähigkeit der Technik. Ein Beamter einer US-Organisation habe in einem Überwachungswagen des ISI erleben können, dass die Telefonate eines jeden passierten Hauses mitgehört werden konnten. (Blog vom 19.3.2007)
Mittwoch, 21. März 2007
Die Jurisdiktion besteht weiterhin auf festen gesetzlichen Grundlagen für etwaige Video-Überwachungen des öffentlichen Raums. Im gestrigen Fall hatte das Bundesverfassungsgericht über die Kamera-Überwachung eines Regensburger Kunstwerks zu entscheiden. Der Künstler Dani Karavan hatte im Jahr 2005 im Auftrag der Stadt ein als Begegnungsstätte konzipiertes Bodenrelief über dem Areal einer im Mittelalter zerstörten Synagoge geschaffen. Die Stadt befürchtete Schädigungen durch Neo-Nazis und observierte das Kunstwerk prophylaktisch mit vier Video-Kameras.
Das Gericht gab nun in letzter Instanz der Klage eines Regensburgers statt, der durch die Überwachung dieses öffentlichen Platzes sein Persönlichkeitsrecht verletzt sah. Das Gericht stellte klar, dass die Videoüberwachung in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung eingreift. Ein solcher Eingriff wäre aber nur mit einer hinreichenden (gesetzlichen) Ermächtigungsgrundlage bei Wahrung der Verhältnismäßigkeit statthaft. Vielleicht nimmt die Stadt Regensburg ja die Gelegenheit zum Anlass, in Objektschützer anstatt in Überwachungstechnik zu investieren.
Samstag, 17. März 2007
Die beiden Vereine Berufsverband Bayerischer Detektive e. V. (BBD) und Bund Internationaler Detektive e. V. (BID) treffen sich vom 11.5. bis 13.5.2007 zu ihrer gemeinsamen Jahreshauptversammlung in Würzburg. Neben den organisatorischen Aspekten kommen auch Fachthemen zur Sprache:
- Forensischer Schriftvergleich
- Kriminalistische Fotografie
- Grenzen der zulässigen Datenausspähung nach deutschem und europäischem Recht
Nähere Informationen zu Tagungsort und Programm finden sich auf der Webseite des BID. ( BID Homepage)
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