In einem Beitrag im Deutschlandradio berichtet
Michael Naumann heute über die Ausbilding der Privatdetektive in Frankreich. Um dort als Detektiv zu arbeiten wird nämlich eine Lizenz benötigt, die nur mit einem speziellen akademischen Abschluss erhältlich ist. Die Ausbildung umfasst Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Jura, und natürlich die Theorie und Praxis des "Spionierens". Dies beinhaltet etwa:
- Informationsbeschafftung
- Informationsbewertung
- Schriftkunde
- Observation
- Kryptographie
Die Anzahl der Studienplätze ist allerdings sehr gering, nur die Universität Assas II in Melun bei Paris bietet das Studium an. Eingeschrieben sind sage und schreibe nur rund 20 Studierende. Zwar wäre die Nachfrage nach dem Studium weitaus größer, aber der Arbeitsmarkt würde eine größere Menge nach Ansicht des Institutsleiters Marc Gjidara nicht verkraften. Die Oberaufsicht über das Studium führt der Vizepräsident der französischen Detektiv-Union, Christian Borniche.
Die Notwendigkeit zum Studium ergibt sich aus neuen Anforderungen der französischen Regierung aus dem Jahr 2003. Es hätte unter den 3.000 Detekteien des Landes zuviele Hochstapler gegeben, die Pflicht zur sorgfältigen Ausbildung soll damit den Betrug in der Branche eindämmen. (
News vom 7.5.2007)